Powel DeltaXE – ETRM, Logistik und Optimierungslösungen für gegenwärtige europäische Energiemärkte

Im Zuge der Energiewende und der damit einhergehenden Veränderung der Märkte sehen sich alle Marktteilnehmer mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die Kombination aus EU Initiativen, vermehrt einschneidender Regulation und weniger volatiler Rohstoffpreise hat eine Ära des Wandels und der Unsicherheit eingeleitet, in der es weniger Handelsmöglichkeiten gibt und Profite schwer zu erwirtschaften sind. Analysen jener Entwicklungen und Trends, die den europäischen Energiemarkt beeinflussen, haben ergeben, dass die Märkte vermehrt anlagenbezogen sind und diejenigen Firmen, die ihre Anlagen effektiv und effizient nutzen, als Gewinner aus der Ära des Wandels hervorgehen werden.

Powel positioniert sich am Puls des Wandels indem Firmen unter Zuhilfenahme von Powels Expertise in Optimierung, Modellierung, Logistik und Handel dazu in die Lage versetzt werden ihre komplexen Portfolios an Energieerzeugungsanlagen mit Mehrwert zu bewirtschaften und sich somit gegen die Welle neuer Herausforderungen aufzulehnen. 

Europäische Energiemärkte im Wandel

Die Europäische Union befürwortet mit einigem Erfolg einen einzigen, gemeinsamen Energiemarkt. Die Märkte von Skandinavien bis Iberien sind nun gekoppelt mit einer gemeinsamen Preiskalkulation am Day-Ahead-Markt. Nichtsdestotrotz ist der Weg noch lang hin zur Erreichung des großen Zieles der EU. Die Komplexität der Märkte bleibt eine Herausforderung für Marktteilnehmer, die sich zudem mit Themen wie Netzüberlastung, Netzengpässen und Versorgungssicherheit auseinandersetzen müssen, während sie durch den Urwald verschiedener Konnektivitätsstandards zwischen Netzbetreibern kämpfen müssen. In der Zwischenzeit ist eine unglückliche Konsequenz dieser Initiative, dass die Volatilität an den traditionellen Day-Ahead-Energiemärkten gedämpft wurde und somit die Möglichkeit für profitable Handelsaktivitäten verringert wurde.

Eine weitere Schlüsselinitiative der EU fokussiert auf die Bekämpfung des Klimawandels und resultiert in aggressiven Emissionsreduktionszielen für die europäischen Mitgliedsstaaten. Investments in für gewöhnlich stark subventionierte, erneuerbare Energiequellen wie Wind-, Sonnen-, Wasser-und Gezeitenkraft wurden dadurch beflügelt. Tatsächlich wurden mehr als 50 % der globalen Investitionen in erneuerbare Energien in der EU getätigt. 2012 hatten die erneuerbaren Energien einen Durchschnittsanteil von 14,1 % am Erzeugungsmix, dieser Anteil war in Ländern wie Deutschland sogar deutlich höher. Ein Nebeneffekt dieser Initiative war es dazu beizutragen, dass Gaskraftwerke abgeschaltet wurden, die an der Bereitstellung der Grundlast beteiligt waren, eine Erhöhung der Strompreise sowie das Auftreten negativer Strompreise an der Börse als auch erhebliche finanzielle Einbußen für Energieversorgungsunternehmen.

Die rapide Zunahme an relativ unvorhersehbarer Produktion aus erneuerbaren Energiequellen in Verbindung mit dem Verlust an Gaskraftwerken und, nach Fukushima, Atomkraftwerken führt dazu, dass es ein erhöhtes Volumen und eine erhöhte Preisvolatilität an Kurzfrist-Märkten gibt. Kurzfrist-Märkte und grenzüberschreitender Handel bergen nun die größte Möglichkeit auf Profitgewinnung. In Deutschland, wo erneuerbare Energien fast 28 % des Erzeugungsmix ausmachen, wurden 15-Minuten-Intraday-Produkte eingeführt die zwei Stunden im Voraus handelbar sind. Diese sind bereits recht liquide und repräsentieren mehr als 10 % des Handelsvolumens in Deutschland. Auch wenn diese Produkte bisher nur in Deutschland handelbar sind, ist es nur eine Frage der Zeit bevor andere, ähnliche Instrumente eingeführt werden.

Währenddessen sieht sich die Industrie einer weiteren Herausforderung gegenübergestellt, verstärkter Regulierung. Was ursprünglich in Form von EMIR und EMIT begann ist nur ein Vorläufer einer neuen Ära aggressiverer Regulierung, die sich unter anderem durch die bevorstehende Konformitätsbedingung mit MiFiD2 schon in Aussicht stellt. Der Effekt dieser Regulierungen war bisher zweiseitig. Einerseits haben sie Kosten und Komplexität für die Marktteilnehmer gebracht, die nun über Handel berichten müssen, ihr Risikomanagement und die Geschäftsprozesse verbessern müssen und sich gegen Kursmanipulation schützen müssen. Andererseits war es ein Effekt der Regulierungsinitiativen, viele spekulative oder finanzielle Akteure effektiv vom Markt zu nehmen und sie somit am Besitz von Anlagen zu hindern. Fügt man hierzu die Verschlankung von Handelssparten, so ist eine grundlegende Veränderung im Marktaufbau zu erkennen. In Kombination mit verlagerter Liquidität hatte dies einen schwerwiegenden Einfluss auf die Ausgestaltung der europäischen Gas-und Strommärkte.

Letztendlich, während die europäische Wirtschaft mit der Finanzkrise ringt, ist die Nachfrage nach Energie konstant geblieben oder sogar leicht gefallen. Eine Reihe von Energieeffizienzprogrammen ist ebenso dafür verantwortlich, dass die Nachfrage nach Energie sinkt. Sollte die europäische Wirtschaft sich jedoch weiterhin von der Wirtschaftskrise erholen, so wird die Nachfrage nach Energie angekurbelt werden. Dies könnte weitere Probleme an den Märkten hervorrufen, besonders unter Berücksichtigung mit dem Wunsch der EU zukünftig die Nutzung von Kohlekraftwerken stark zu reduzieren.

Die Zukunft europäischer Energie

Der europäische Markt befindet sich im Umbruch. Dies hat Auswirkungen auf sämtliche Marktteilnehmer. Die Zukunft europäischer Energieversorgung wird sich um die effiziente Nutzung von Anlagen drehen, dies beinhaltet nicht nur Anlagen zur Energieerzeugung, sondern auch Anlagen entlang der Wertschöpfungskette wie beispielsweise Pipelines, Netze, grenzüberschreitende Netzanbindungen, Terminals, Energiespeicher, Handelsportfolien und vieles mehr. Der Handel wird weniger spekulativ sein, begründet durch die vermehrt einschneidende Regulation und einen Marktaustritt von Spekulanten. Ein weiterer Grund hierfür ist der Mangel an Handelsmöglichkeiten an den Langzeitmärkten, welcher unausweichlich zu einem börsengehandelten und geclearten Model führt. Zukünftige Marktteilnehmer am europäischen Markt werden größtenteils Anlagenbesitzer sein, deren Bestreben es ist, ihre Anlagen effizient zu betreiben und auszunutzen, seien es Handelsportfolios, eine Anlage zur Energieerzeugung oder andere Anlagen.

Es ist daher selbstverständlich, dass auch ETRM Software einen dramatischen Wandel durchlaufen wird. Europäische ETRM Systeme müssen von einem nachträglichen Transaktionsmanagementsystem zu einem System heranwachsen, dass beträchtlich mehr Möglichkeiten zur Optimierung von Anlagen beinhaltet, Geschäftsdatenverwaltung sowie Kommunikation näher an Echtzeit heranrückt, effiziente Kommunikation mit externen Anlagen erlaubt und Business Intelligence und Analysewerkzeuge bereitstellt. Die Mehrheit der derzeitigen ETRM Lösungen wurden entwickelt für spekulatives Handeln am Markt. Dies kommt durch ihren Fokus auf Handelsverbindungen, Positionsführung, Risikomanagement und Backoffice-Funktionen samt Derivatehandel zum Vorschein. Derzeitige Lösungen mangeln viele Werkzeuge die essenziell sind für Anlagenbesitzer und Händler an der Börse. Dies beinhaltet Funktionen wie Preisprognosen, Anlagenoptimierung, Nachfrageprognosen und die entscheidende Funktion der Strom- und Gaslogistik für alle europäischen Märkte. Ohne diese Werkzeuge wird die ETRM Lösung nicht fähig sein alle derzeitigen Handelsmöglichkeiten zu unterstützen, wie grenzüberschreitenden Handel, kurzfristigen Handel, anlagenbezogener Handel und vieles Weiteres. Die Signale stehen daher für einen großen Wandel in ETRM Lösungen, um die sich ändernde Bedürfnisse ihrer Anwender weiterhin optimal befriedigen zu können. Dies beinhaltet eine Ausweitung der Definition dessen, was ein ETRM ausmacht, um beispielsweise Optimierung und Logistik.

Powel DeltaXE – Die Zukunft von ETRM

Powel kann auf eine 20-jährige Tradition darin zurückblicken, es dem Kunden zu ermöglichen ihre komplexen Produktionsanlagen- und Handelsportfolios zu optimieren, überwachen und Prognosen zu erstellen, mittels der Smart Energy Softwaresuite. Kunden der Smart Energy Softwaresuite haben durch gesteigerte Geschäftsagilität profitiert, an Flexibilität und Geschwindigkeit gewonnen, Ressourcen optimiert, Kosten gesenkt und Profite über das normale heraus gesteigert. Powels DeltaXE Software bietet eine Zusatzfunktionalität für europäische Logistik, Scheduling, Positionsmanagement, Marktkommunikation und grenzüberschreitenden Handel von sowohl Strom als auch Gas. Die DeltaXE Software geht in ihrem fortschrittlichen Angebot sogar darüber hinaus, was durch den Wandel am europäischen Markt benötigt wird und beinhaltet trotzdem ein komplettes Set traditioneller ETRM Funktionalität. DeltaXE wird bereits für die Handhabung von Strom und Gas in einem breiten Spektrum europäischer Übertragungsnetzbetreiber und Netze verwendet.

Mit einem Fokus auf physisches Energiemanagement und reibungslose Kommunikation mit europäischen Strom-und Gasmärkten Powel DeltaXE erlaubt Firmen ihre Handelsportfolios, Kapazität und andere Anlagen zu optimieren, um Handelsmöglichkeiten zu identifizieren und entsprechend zu reagieren. Mit Hilfe von Powel Softwarelösungen können Händler alle Aspekte ihrer Stromerzeugung, des Handels und der Lieferung optimieren und managen, insbesondere in Kurzfrist-Marktumgebungen, wo Kommunikation und Datenvolumen gewaltige Herausforderungen sind. Händler, die grenzüberschreitenden Handel betreiben, können sich ruhig zurücklehnen im Wissen einen Vorteil am Markt zu haben durch die Nutzung einer Plattform, die Strom- und Gas-Fahrplanmanagement schnell und einfach ermöglicht, in allen europäischen Märkten und darüber hinaus. Dies ist ein Vorteil der nur Nutzern der Powel DeltaXE Lösung gewährt wird, keine andere Lösung auf dem Markt unterstützt eine solche Vielzahl an Strom-und Gasmärkten in Europa.

Powels langjährige Erfahrung in der Ermöglichung von Marktprognosen, Modellierung und Planungsoptimierung für viele der großen Energieerzeuger Europas zeigt den nachweislichen Erfolg angebotener Lösungen. Powel ist führend in Optimierungslösungen für Energieerzeuger und ist dabei eine Führungsposition einzunehmen für kurzzeitigen, grenzüberschreitenden und anlagenbezogenen Handel in Europa. Während europäische Märkte sich Richtung Anlagenbezogenheit orientieren, wo Profit härter zu erwirtschaften ist, hat Powel sich bereits in der Lieferung derer Lösungen bewiesen, die Kunden für herausragende Ergebnisse benötigen.